Schul Soziale Arbeit zur Gestaltung einer gesunden und erfolgreichen Lebensphase Schulzeit für alleSchülerinnen und Schüler

 

Gesund

Physisch, psychisch und
soziales Wohlbefinden im Sinne der 
Ottawa-Charta der WHO(Weltgesundheitsorganisation)

für Alle

präventiv - systemisch
alltagsorientiert - individuell
nachfrage-/mitbestimmungsorientiert

Erfolgreich

Erwerb von Fähigkeiten für eine gelingende Lebensbewältigung 
durch den Aufbau personellen und sozialen Kompetenzen. Erwerb eines qualifizierten Schulabschlusses.

 

Einzulösende Bedingungen zur Realisierung des Leitziels:

  • Herstellung eines für alle Beteiligten förderlichen Schulklimas
  • Förderung der Zusammenarbeit/Vernetzung der Ressourcen von Familie, Schule, Jugendhilfe, Gemeinwesen
  • Herstellung einer intakten Kooperation zwischen Schul Sozialer Arbeit (Jugendtreff) und Schule (Stegemannschule)



Erläuterungen zur Zielkonzeption [1]

Gestaltung einer gesunden (i. S. der WHO als ein gleichermaßenes psychisches, physisches und soziales Wohlbefinden verstanden) und erfolgreichen (i. S. d. Erwerbs von persönlichen und sozialen Kompetenzen, eines guten Schulabschlusses und eines Arbeitsplatzes/weiterführenden Schulplatzes) Lebensphase Schulzeit für alle SchülerInnenbezeichnet das in der Kooperationsvereinbarung [2] verabschiedete Leitziel des Projekts, wobei die Schule als der zentrale Lern- und Lebensort begriffen wird, den es in diesem Sinn von den Kooperationspartnern gemeinsam auszuformen gilt.

Neben der notwendigen Realisierung einer Vielzahl von in dieser Hinsicht potentiell wirksamen Einzelmaßnahmen, sollte es unmittelbar einleuchten, dass diese ohne die

  • Herstellung eines für alle Beteiligten förderlichen Schulklimas

wohl eher ‚Stückwerk' bleiben müssen. Den Untersuchungsergebnissen von Freitag und Fend folgend, werden hier zur ersten Merkmalsbestimmung eines solchen Klimas die Aspekte:

  • Be-Achtung der Würde der beteiligten Personen durch Integration, Mitbestimmung, reduzierte Lärmpegel/angemessene Disziplin, Verzicht auf Herabsetzungen/Diskriminierungen und adäquate Schulökologie [3],
  • achtsame Leistungsforcierung, achtsame Lenkung (vs. Anpassungsdruck) und vertrauensvolle Beziehungsqualität [4] benannt.

Ein in diesem Sinn auch miteinander umgehendes Kollegium steht dann nicht nur in einer Vorbildfunktion, sondern profitiert hier zugleich hinsichtlich Wohlbefinden und Lehrmotivation [5]. Es ist evident, dass dies schließlich der Unterrichtsqualität und damit wiederum allen SchülerInnen zum Vorteil gereichen dürfte.

Weiterhin zeigt sich in den auftretenden Problemlagen von SchülerInnen eine nur allzu regelmäßige Interdependenz von familiären, schulischen und außerschulischen Aspekten, so dass eine

  • Förderung der Zusammenarbeit/Vernetzung der Ressourcen von Familie, Schule, Jugendhilfe, Gemeinwesen vor Ort

als Grundlage für adäquate Hilfestellungen unumgänglich geboten ist.

Schließlich ist dezidiert festzuhalten, dass sich die hier vorgelegte Schul Soziale Arbeit weder selbst als omnipotenter ‚Allesreparierdienst' noch lediglich als ‚Ausfallbürge' für schulische Probleme und Freizeitanimator im Nachmittagsbereich begreift. Ihre Leistungen dürfen nicht dazu führen, dass Schule den eigenen Modernisierungsbedarf zurückstellt. Denn sie weiß, dass sie alleine nicht ausreicht, sondern langfristig nur erfolgreich sein kann, wenn sich ihr Engagement auf eine gute Zusammenarbeit mit Schule zur Verwirklichung gemeinsamer Ziele gründen kann. Damit ergibt sich als dritte Realisierungsbedingung des Leitzieles

  • Die Herstellung einer intakten Kooperation zwischen Schul Sozialer Arbeit und Schule.

 

1 Bei den Ausführungen auf diesen Seiten handelt es sich um eine komprimierte Darstellung der von Witteriede, H. im PÄD Forum, 4/2000 auf den Seiten 337 f. entwickelten Zielkonzeption. 
2 vgl. Witteriede, H., 1999, S. 52 ff. 
3 vgl. Freitag, Markus: Was ist eine gesunde Schule? Einflüsse des Schulklimas auf Schüler- und Lehrergesundheit, Juventa, Weinheim 1998, hier: S. 258 f., S. 247 
4 vgl. Fend, H.: Qualität im Bildungswesen: Schulforschung zu Systembedingungen, Schulprofilen und Lehrerleistung, Juventa, Weinheim-München 1998, hier: S. 72 ff. 
5 vgl. Freitag, M., a.a.O., S. 259; vgl. Fend, H., a.a.O., S. 56 f.

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